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    Wie fühlt und denkt ein Mann?

    Von André Wipke | 20.Juli 2011

    Die Gefühle und Gedanken eines Mannes

     

    Mit diesem Blogbeitrag möchte ich dazu beitragen, das Verständnis für Männer zu verbessern. Wie ich schon in meinem letzten Blogbeitrag „Wie fühlt und denkt eine Frau?“ erwähnt habe, gibt es viele Informationen und Publikationen, die versuchen, uns allen klar zu machen, dass Frauen und Männer gleichermaßen nie in der Lage sind oder sein werden, sich gegenseitig zu verstehen. Mit diesem Beitrag möchte ich an alle Frauen appellieren, noch etwas mehr Geduld mit ihrem Partner zu haben, wenn er nicht gleich versteht, warum es in einer Beziehung so wichtig ist, sich gegenseitig die eigenen Gefühle und emotionalen Erlebnisse zu erzählen.

     

     

    Noch ein kleiner Mann

     

    Schon in der frühen Kindheit wird einem kleinen Jungen häufig nicht eingestanden, seine Gefühle zu zeigen. Stößt er sich beim Spielen oder stützt vom Roller, kommt es sehr oft vor, dass die Mutter oder eine andere Bezugsperson zu diesem Jungen sagt: „Jungs weinen doch nicht, das machen nur Mädchen.“ oder „Du bist doch schon groß, da weint man(n) doch nicht mehr.“ Aus diesem Grund wachsen die kleinen Jungen zu Männern heran, in dem Glauben, wenn man weint, ist man kein „richtiger“ Mann und wenn man groß ist darf man überhaupt nicht weinen. Viele Männer, die in ihrem Leben dieses Glaubensmuster nicht hinterfragt haben, sind nur auf Grund dieser Erziehung der Überzeugung, ein Mann muss immer stark sein und darf vor allem keine Gefühle zeigen.

     

     

    Die Prägung durch die Gesellschaft

     

    Wie ich schon im Beitrag über Frauen erwähnt habe, hat unsere heutige Gesellschaft einen sehr großen Einfluss auf die Entwicklung von Männern und Frauen und auf die Beziehung untereinander. Frauen wird die Rolle der schönen, erfolgreichen, liebevollen und aufopfernden Mutter zugeschrieben. Männer müssen stark, tapfer und selbständig sein. Ihnen wird, wie oben schon beschrieben, sehr früh beigebracht, dass es für einen Mann ganz normal ist, Ängste und Schmerzen zu unterdrücken, ihre weiche Seite zu verbergen und Problemen zuversichtlich ins Auge zu sehen. Obwohl sich Männer, ebenso wie Frauen und manchmal noch stärker, nach emotionaler und körperlicher Nähe, sowie nach Zärtlichkeiten sehen, werden diese Männer vom eigenen Geschlecht und vom anderen Geschlecht als zu weich und zu schwach eingeschätzt, wenn sie offen diese Wünsche äußern. Wenn wir als Gesellschaft diese mutigen Männer weiter für ihr offengelegtes Gefühlsleben verurteilen, werden die weniger selbstbewussten Männer sich weiter in ihrem gefühlskalten Schneckenhaus verkriechen und auch der liebevollsten und einfühlsamsten Frau nur mit Härte und Stärke begegnen. Es ist wichtig, dass Frauen und auch Männer aufhören, an den Mythos des starken, unbesiegbaren, ewig tapferen, immer mutigen, unerschütterlichen, keinen Schmerz empfindenden Jägers und Sammlers, personifiziert in der Person des Mannes, zu glauben. Es gibt diesen Mann nicht. Männer sind wie Frauen soziale und emotionale Wesen, die den Kontakt zu anderen Menschen brauchen. Leider denken manche Männer auch heute noch, Frauen würde eher auf den Typ „Macho“ stehen. Sicher gefällt so mancher Frau das „Balzverhalten“ der Männer; wenn sie zeigen, was sie alles schon geleistet haben. Nach dem Motto „Mein Auto, mein Haus …“, aber wenn es einer Frau ernst ist, und sie eine längere Beziehung mit Kindererziehung usw. in Betracht zieht, wird sie sich in den wenigsten Fällen für einen Macho entscheiden.

     

     

    Männer und Ihre Arbeit

     

    Vielen Frauen ist es nicht bekannt und vielen Männer nicht bewusst, dass ein Mann sich zum überwiegenden Teil über seine Arbeit definiert. Würde man einem Mann von heute auf morgen verbieten, seiner Arbeit, für die er sich schon seit Jahren eingesetzt hat, nachzugehen, bestände für ihn die Gefahr, in eine Identitätskrise zu geraten. Da sich ein Mann sehr stark über seine Arbeit definiert, ist es auch kein Wunder, dass er ständig darüber spricht und auch dafür gelobt werden will, wie wunderbar er doch ist. Nach dem Motto „Schau mal liebe Frau, was ich heut für einen großen Säbelzahntiger für Dich erlegt habe.“ Bei einem „richtigen“ Mann ist es wichtig, dass die Frau in diesem Moment ihrem Liebsten zeigt, wie sehr sie seinen Mut und seine Leistung schätzt. Wir leben zwar nicht mehr in der Steinzeit, aber mache Verhaltensweisen schleppen wir heute noch mit uns herum. Manche Frauen können diese Verhaltensweisen der Männer nicht verstehen. Das ist vollkommen verständlich, denn bei einer „richtigen“ Frau überwiegt die Beziehung zum Partner und nicht die Arbeit. Männer sollten versuchen zu verstehen, dass eine Frau nicht ständig das Bedürfnis hat, über die Arbeit zu reden und ihren Partner dafür zu loben. Männer sollten auch lernen, der Arbeit nicht so viel Raum in ihren Leben zu geben, sondern sich mehr auf die Beziehung zur Partnerin und / oder zu den Kindern zu konzentrieren.

     

     

    Männer und Ihre Gefühle

     

    Hat ein Mann erst einmal erkannt, wie erfüllend eine intensive Beziehungspflege sein kann, wird er zunehmend aufhören, sich über seine Arbeit zu definieren. Bis dahin kann es für diesen Mann ein langer Weg sein, denn er muss lernen die emotionalen Schwankungen, die eine Beziehung mit sich bringen kann, einerseits zu akzeptieren und andererseits gefühlsmäßig zu ertragen. Man sagt ja manchmal, Männer lassen ihre Gefühle nicht zu, weil sie die damit verbundenen emotionalen Schmerzen nicht ertragen könnten. Frauen sind in diesem Punkt stärken und Männer sollten nicht zu stolz sein, diese Fähigkeit von einer Frau zu lernen. Seit einiger Zeit versuchen Frauen ihre Männer dazu zu bewegen, mehr über ihre Gefühle zu sprechen und es könnte der Eindruck entstehen, Männer würden dieser Bitte mehr oder weniger nicht nachkommen. Dem ist nicht so, nur haben die Männer noch nicht gelernt, ihren Fokus von der körperlichen Stärke auf die emotionale Stärke zu richten. Betrachtet man diesen Aspekt aus traditioneller Sicht, fällt einem sehr schnell auf, dass Männer früher sehr schwere körperliche Arbeiten zu verrichten hatten und sich einfach nicht erlauben konnten ihre eigene Verletzlichkeit zu fühlen. Frauen konnten auf Grund ihrer körperlichen Konstellation in keinem Fall bei diesen Arbeiten mit anpacken. Um als Mann diese vielen Aufgaben und Pflichten erfüllen zu können, war es notwendig, sich von Gefühlen abzuschneiden. Früher mussten Männer wilde Tiere töten, Meere befahren, Wälder abholzen, Kriege führen und später Wolkenkratzer bauen um den Fortbestand der Gesellschaft zu sichern. All diese Dinge erforderten, dass ein Mann seine Gefühle, die er z. B. bei der Jagd und später bei der Tötung eines Tieres empfinden könnte, beiseiteschiebt, da er und seine Familie sonst verhungert wären. Das ist nur ein Beispiel, das verdeutlichen soll, wie es zum Verhalten des heutigen Mannes gekommen ist.

     

    Männer haben es heute in zweierlei Hinsicht schwer. Einerseits haftet ihnen die typische Männerrolle der vergangenen Tage an, die sie teilweise nicht mehr erfüllen können und zum Teil auch nicht mehr erfüllen wollen. Andererseits werden Sie mit den ständigen Erwartungen und zum Teil Forderungen der Frauen konfrontiert, sich mehr zu öffnen und auf Beziehungen zu konzentrieren. Wenn ein Mann gelernt hat, diesen Zwiespalt zu überwinden, wird es ihm nicht mehr schwer fallen, offen über seine Gefühle zu sprechen ohne den bitteren Beigeschmack zu haben, seine Männlichkeit zu verlieren. Manche Männer haben diese Hürde bereits genommen, aber andere werden noch viel Unterstützung und Geduld einer Frau benötigen, um selbst diese unvermeintliche Entwicklung gut zu überstehen.

     

    Ich wünsche diesen Männern den Mut, sich ihren Gefühlen zu stellen und ihren Frauen die liebevolle Geduld eines Engels, um den zum Teil nicht immer leichten Weg mit ihrem Partner zu gehen.

     

    Herzlichst,

    Ihr

    Foto von André Wipke

    André Wipke

     

    Ich würde mich freuen, wenn Sie mir Ihre Meinung in Form eines Kommentars hinterlassen würden. Vielen Dank!

     

    PS: Bitte schauen Sie sich auch die bereits hinterlassenen Kommentare zu diesem Beitrag mit an.

    Topics: Gefühle und Gedanken | 8 Kommentare »

    8 Kommentare to “Wie fühlt und denkt ein Mann?”

    1. Kirsten meint:
      21.Juli 2011 at 19:52

      Hallo André

      Das ist ein sehr toller Beitrag zu diesem Thema… sehr gelungen.

      Denn dem kann ich nur zustimmen. Ich habe ja die Erfahrung gemacht dass man nur mit viel Geduld und Warmherzigkeit einen Mann langsam dazu bewegen kann seine Gefühle zu äußern. Aber es lohnt sich auf jeden Fall wenn man sich als Frau wirklich sicher ist dass er DER Partner ist mit dem man alt werden möchte. Heutzutage verschieben sich die Geschlechterrollen immer mehr.

      Dies sollten wir alle als eine Chance sehen das andere Geschlecht viel besser zu begreifen und nicht mit Vorurteilen schnell zur Stelle sein.

      Es gibt weder das Weichei noch den Macho… das
      wird eigentlich nur von den Menschen behauptet die selbst ein sehr großes Manko an Selbstwertgefühl haben und dadurch dem Gruppenzwang / der Gesellschaft unterliegen.

      Ein Macho wird mit Sicherheit in einer stillen Ecke sitzen und weinen wenn er weiß es kann ihn niemand sehen. Ein Weichei wird mit Sicherheit auch seine “harte” Seite zeigen…. vielleicht in Situationen die einigen nicht gefallen würden.

      Es ist wirklich sehr an der Zeit dass sich innerhalb der Gesellschaft endlich der Scahlter umlegt, Männer endlich offen auch ihre Gefühle und Wünsche äußern können. Ihnen ergeht es in keinster Weise anders als uns Frauen…. jedenfalls ist das die Erfahrung die ich in meiner Beziehung gemacht habe…. und das was ich dabei gelernt habe kann ich auch innerhalb einer Freundschaft nutzen.

      Männer brauchen einfach aufgrund der Gene aber auch aufgrund der gesellschaftlichen Einstellung einiges länger um zu verstehen dass es keine Schwäche ist Gefühle und Wünsche zu äußern bzw. zuzulassen.

      Es lohnt sich allemal seinen Partner zu unterstützen diesen Prozess zu durchlaufen. Denn wenn ein Mann erst einmal verstanden hat, dass seine Frau / Partnerin noch ein ganzes Stück stolzer auf ihn ist WEIL er Gefühle zulässt und Wünsche frei äußert wird er auch verstehen dass es seinem männlichen Ego noch sehr viel öfter ein Leichtes sein wird dieses durch die Zuneigung und den Stolz seiner Frau / Partnerin streicheln zu lassen.

      Denn ein Mann kann nun mal nicht abstellen dass er gerne sein Ego gestreichelt haben möchte….

      Männer durch das Zulassen von Gefühlen und das Äußern von Wünschen werdet ihr noch sehr viel mehr “Streicheleinheiten” für euer Ego bekommen als wenn ihr einen auf Macho macht. ;-)

      Aber eines ist absolute Voraussetzung:
      Der Wille des Mannes seine Frau / Partnerin besser verstehen zu wollen, die Geduld der Frau ihrem Mann / Partner immer wieder zu zeigen dass es keine Schande ist und schon gar keine Schwäche seine Gefühle und Wünsche zu äußern und dass die Gesellschaft sich in dieser Denkweise ändert.

      Die Denkweise der Gesellschaft zu ändern beginnt eindeutig innerhalb einer Beziehung – im Kleinen…. je mehr Paare das schaffen, desto eher wird die Gesellschaft in ihrem Denken geändert.

      Mein Partner und ich stehen zu diesem Wandel und es hätte uns nichts besseres passieren können. Denn es schweißt einen viel mehr zusammen, das Vertrauen in den Anderen ist viel stärker und es lässt jedem einen größeren Freiraum innerhalb der Beziehung zu.

      Es gibt nichts schlimmeres in einer Beziehung als dass man sich durch Missverständnisse in eine Situation begibt die letztlich nur zum Aus führt.

    2. André Wipke meint:
      21.Juli 2011 at 20:17

      Hallo Kirsten,

      vielen Dank für diese wunderbare Ergänzung und Erläuterung meines Beitrages. Man merkt sofort, dass Du eine Frau bist, die sich sehr gut mit Männern auskennt. Du verstehst es mit Deinen Worten auf einfühlsame Art und Weise, den Männern Mut zu machen, sich ihrer Partnerin zu öffnen. Nochmals vielen lieben Dank dafür.

      LG André

    3. Susanne Zellermayer meint:
      9.November 2011 at 12:02

      Lieber André,
      ich finde es sehr spannend, daß ich Kommentare zu Deinen links schreibe und, zu meiner Schande gestehen muß, ich zum ersten Mal auf Deiner Seite bin um festzustellen, daß Du vorher schon die “Longversion” dessen was ich geschrieben habe, gepostet hast……sehr spannend. Habe aber leider auch heute nicht allzuviel Zeit weil ich im Firma gründen bin und heute zwecks Patentierung meiner Idee zu einer Infoveranstaltung am Patentamt für Erfinder gehe. Momentan reißt es mich wirklich herum obwohl ich so gerne mich näher mit Deinem “Fragenkatalog” auseinandersetzen würde. BITTE nicht bös sein aber ich verspreche, daß ich tu was ich kann, und ich habs nicht vergessen nur im Moment ABSOLUT keine Zeit.Einen wunderschönen Tag Dir und Deiner Frau wir lesen von einander lg Su

    4. André Wipke meint:
      9.November 2011 at 17:45

      Hallo Susanne,

      freut mich, dass Du meinen Blog besucht hast. :-)

      Wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

      LG André

      PS: Wegen dem Fragekatalog, da habe ich viel Geduld.

    5. Robert meint:
      7.Januar 2013 at 20:23

      Oh Gott. :-(
      ich rede nicht über meine Gefühle, weil ich diese nicht zu Tode quatschen will, wie es Frauen andauernd machen. Schon gar nicht wenn das von mir jemand fordert.

    6. André Wipke meint:
      8.Januar 2013 at 10:54

      Hallo Robert,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. :-) Ich kann Dich gut verstehen, um als Mann über seine Gefühle sprechen zu können, ist eine vertrauensvermittelnde Situation erforderlich. Es kann als Mann auch schwierig sein auf Knopfdruck über seine Gefühle zusprechen, dies wird leider auch noch dadurch verstärkt, wenn man in der Vergangenheit in diesem Bereich schlechte Erfahrungen gemacht hat. Eine Frau sollte da sehr verständnisvoll sein, weil Männer gegenüber einer Frau zwei Hürden überspringen müssen, wenn sie über ihre Gefühle sprechen wollen. Die erste Hürde, die auch Frauen haben, dass man die ausgesprochenen Gefühle nicht ernst nimmt oder sich vielleicht sogar darüber lustig macht. Die zweite Hürde die ein Mann in diesem Zusammenhang überwinden muss, ist die Angst als Mann zu weich zu wirken und sich gleichzeitig dazu zu verurteilen, dass das Aussprechen von Gefühlen eine Schwäche bedeutet und nur zu Abstrichen an der eigenen Männlichkeit führt. Robert, Du hast auch Recht damit, dass es nicht gut ist die Gefühle tot zu quatschen, denn dann kann man schnell das Gefühl bekommen, nicht ernst genommen zu werden.

      Ich wünsche Dir alles Gute und etwas Mut, das “über die Gefühle reden” einmal von einer anderen Seite zu betrachten. Z. B. von der Seite, dass Du durch “das Aussprechen Deiner Gefühle” eine besondere Nähe und emotionale Wärme zu Deiner Partnerin aufbauen kannst.

      Liebe Grüße
      André

    7. Aurelia meint:
      5.Dezember 2013 at 08:40

      Hallo! Grundsätzlich stimme ich dir zu!Jedoch kenne ich auch Männer die weit mehr über ihre Gefühle quatschen als jede Frau die ich kenne und ich kenne Frauen die nie über ihre Gefühle reden.
      Denke es ist personenabhängig!

    8. André Wipke meint:
      9.Dezember 2013 at 22:49

      Ja, das stimmt Aurelia.
      Es gibt immer Ausnahmen und das ist auch gut so. :-)
      Liebe Grüße
      André

    Kommentare